Strom- und Telefongeschichte(n) gesucht!
Seit 2006 führt das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum mit Unterstützung der RWE Rhein-Ruhr AG das Forschungsprojekt "Die Elektrifizierung des ländlichen Raums" durch.
Ein Leben ohne Elektrizität ist heute kaum vorstellbar. In alle Bereiche unseres Alltags hat die bequeme und saubere Energie Einzug gehalten. Kein mühsames Kohlenschleppen zum Heizen und Kochen, kein kräftezehrender Waschtag mehr, seitdem die entsprechenden elektrischen Geräte den Haushalt eroberten. Aber auch die Freizeitgestaltung – man denke an Radio, Fernseher, Stereoanlage, Computer –, die Kommunikation – Telefon, Computer – bis hin zur Körperpflege – elektrischer Rasierer – sind heute oftmals elektrisch.
Das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum sucht nun Stromgeschichten über die Veränderungen, die der Einzug des elektrischen Stroms mit sich brachte. Wer erinnert sich an seine erste elektrische Waschmaschine, an den ersten Kühlschrank, das Gemeinschaftskühlhaus?
Wann kam das erste Radio ins Haus? Wie sahen der Telefon-Alltag oder der Fernseh-Alltag aus, als nur einzelne Haushalte über diese Techniken verfügten?
Noch gibt es Menschen, die sich an diesen Wandel gut erinnern können, die ihre „elektrischen“ Erfahrungen und Erlebnisse mitteilen können.
Das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum ruft deshalb dazu auf, „Stromgeschichte(n)“, aber auch "Telefongeschichte(n)" aufzuschreiben und zuzuschicken (Postfach 18, 55560 Bad Sobernheim oder info@freilichtmuseum-rlp.de). Auch Fotos, die elektrische Geräte und den Umgang mit ihnen zeigen, oder alte elektrische Geräte sind von Interesse.
Bisher wurde im Rahmen der mehrjährigen Kooperation mit der RWE Rhein-Ruhr AG eine historische elektrische Straßenbeleuchtung installiert, im Herbst 2009 wurde der historische Trafoturm aus Zellertal ins Freilichtmuseum versetzt.