Ende der 1860er Jahre ließ sich die Wittlicher Casinogesellschaft - ein Verein des gehobenen Bürgertums zur gemeinsamen Freizeitgestaltung - vor den Stadtmauern Wittlichs eine Kegelbahn errichten. Entsprechend der gesellschaftlichen Stellung der Erbauer besticht das Gebäude durch seine reiche architektonische Formensprache, die Elemente des Historismus und des Heimatstiles miteinander verbindet. Als "Elsens Garten" war die Kegelbahn bis Ende der 1960er Jahre ein beliebtes Ausflugsziel für die Wittlicher Bevölkerung.
Der langgestreckte Baukörper gliedert sich in drei Teile: das Wirtschaftsgebäude, den Aufenthaltsraum für die Kegler sowie die eigentliche Kegelbahn mit dem Kugelfang und dem Platz für den Kegeljungen, der die umgeworfenen Kegel wieder aufstellen musste. Da das Gebäude bei seiner Übernahme im Jahr 2000 bereits sehr stark verfallen war, mussten im großen Unfange Rekonstruktionen vorgenommen werden. So wurde zum Beispiel eine Bohlen-Hochbahn eingebaut, wofür zeitgenössische Kegelliteratur die Vorlage bot.
Die Inneneinrichtung stammt zum Großteil aus der Bad Kreuznacher Traditionsgaststätte "Bauernschänke Lunkenheimer" und datiert aus den 1930er Jahren.
Die Kegelbahn Wittlich lässt sich für (Kinder-)Geburtstagsfeiern, (Betriebs-)Feste und ähnliche Anlässe anmieten.
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