Aktiv im Museum

Ein kostenloses Angebot für Pädagogen

Im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum Bad Sobernheim wird das Leben auf dem Land der letzten 500 Jahre gezeigt. In vier Baugruppen befinden sich Gebäude aus den unterschiedlichen Landschaftsregionen von Rheinland-Pfalz. Die Einrichtungen der Häuser, Wirtschaftsräume, Stallungen und Werkstätten bieten einen lebendigen Eindruck vom Alltagsleben. Eingebunden in eine kleinräumige Kulturlandschaft, mit Streuobstwiesen, Äckern, Weiden, Gärten und Feldern, belebt durch Viehhaltung von Glanrindern, Schafen, Hühnern und Gänsen, bietet sich für den Besucher die Möglichkeit, Geschichte zu entdecken und verstehen.

Vielfältige Vermittlungsangebote des Freilichtmuseums bilden hierbei die Brücke zwischen den Sammlungsobjekten und dem Besucher. Für Pädagogen gibt es 2019 kostenlose Angebote um eine Auswahl der Vermittlungsangebote kennenzulernen.

 

Eine Anmeldung ist unter info@freilichtmuseum-rlp.de oder 06751/855880 erforderlich.

 

 

 

16.04.2019 von 14:00 Uhr – 16:30 Uhr
(
Treffpunkt am Eingang)     

 

Objekte erzählen Geschichte und Geschichten 

 

Wer fuhr mit diesem Puppenwagen stolz seine Puppe über die Pflastersteinstraße spazieren? Warum steht dort ein Kohleherd mit Eierkohlenschütte neben dem elektrischen Herd. Und welche Geschichte erzählt der Schriftsetzer zu den Metalllettern oder der Besenbinder zu den Reisigbesen oder Strohmatratzen seiner Kindheit.
Im Freilichtmuseum bieten ausgewählte Objekte der Sammlung, wie ein Puppenwagen oder die fahrbare Säge, Erzählanlässe für ganz persönliche Geschichten. Der Gegenstand erhält individuelle Bedeutung und Lebendigkeit. Ein anderes Sammlungsobjekt, wie die Taschenuhr oder Zink-Wärmflasche wird zu einem exemplarischen Beispiel, um auf komplexe soziale und zeitgeschichtliche Zusammenhänge in der Geschichte zu verweisen. So wird Vermittlung im Freilichtmuseum ein erlebbarer Prozess und führt zu persönlichen Erkenntnissen.

 

 

 

21.05.2019 von 14:00 Uhr – 16:30 Uhr
(
Treffpunkt am Eingang)

Frauenalltag auf dem Land um 1900

 

Ob Bäuerin, Dienstmagd, Bürgerin, Tagelöhnerin oder Arbeiterin, die rechtliche, soziale und wirtschaftliche Ungleichheit gegenüber dem Mann betraf Frauen aller sozialen Schichten. Ein strenges vorgegebenes Rollenverständnis mit strikter Unterordnung der Frau unter dem Mann, fehlendes politisches Mitspracherecht oder geringe Bildungsmöglichkeiten bestimmten die Bewegungsfreiheit der Frauen um 1900.
Im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum wird besonders das ländliche Leben veranschaulicht. Beim Blick in die historischen weiblichen Wirkungsräume wird der Erlebniswelt der Frauen um 1900 nachgespürt. Im Alltag waren die Bäuerinnen und Mägde mit ihrer Arbeitskraft und ihren Aufgaben eine wesentliche Säule für das wirtschaftliche Wohl und das soziale Miteinander. Selbstversorgung, Abhängigkeit von den Jahreszeiten und den Naturgegebenheiten bestimmten ihren Lebensrhythmus. Die Frauen hatten dabei oft einen längeren Arbeitsalltag als die Männer.

 

 

 

22.10.2019 von 14:00 Uhr – 16:30 Uhr
(Treffpunkt am Eingang)

 

Mitmachprogramme für Jugendliche im Freilichtmuseum

 

Welches Gewicht hat eine Legel aus Metall oder ein Eichenbalken im Unterschied zum Fichtenbalken. Ist es schwer am offenen Feuer in einem dreibeinigen Tontopf (Grapen) Apfelkompott zu kochen oder mit dem Schmiedehammer ein Eisen zu verformen? Wie wurde die Sobernheimer Tageszeitung gedruckt oder ohne Handy kommuniziert?
Unsere Angebote zum Mitmachen laden Jugendliche zum eigenen Entdecken ein. Verstehen, Erstaunen oder Verwunderung schaffen individuelle Zugänge zu den Sammlungsobjekten und zu einem Verstehen von Geschichte. Als kulturelle Bildungseinrichtung kann das Freilichtmuseum einen lebendigen Blick auf das Wohnen, Arbeiten und das Alltagsleben sowie das historische Sozialgefüge und den Wandel ländlicher Lebensbereiche werfen. Hierbei bieten sich vielfältige Anknüpfungspunkte zu aktuellen Bildungsthemen und Erfahrungsfeldern an. (Lebenswirklichkeiten)